Kurzbiografie: Wirges
Einwohner: ca. 6.000 (Stadt Wirges), ca. 20.000 (Verbandsgemeinde Wirges)
Lage: Rheinland-Pfalz, Westerwaldkreis, im Kannenbäckerland zwischen den Bergen Köppel und Malberg in einer Hochmulde des Westerwaldes auf etwa 267 Metern Höhe gelegen
Anreise: Über die Autobahnen A3 (Köln-Frankfurt) und A48 (Dernbacher Dreieck); nächstgelegener ICE-Bahnhof in Montabaur (wenige Minuten entfernt); Anbindung an Regionalbahnen vorhanden
Besonderheiten: Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde, Verleihung der Stadtrechte 1975, Wahrzeichen ist die katholische Pfarrkirche St. Bonifatius (Westerwälder Dom), Teil der Töpferregion Kannenbäckerland, Städtepartnerschaften mit Montchanin (Frankreich) und Samobor (Kroatien) [1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9]
Ortsbeschreibung: Wirges - Kannenbäckerland, Westerwälder Dom und moderne Gemeinschaft
Wirges ist eine Stadt, die ihre tiefen Wurzeln im Westerwald mit einer modernen Entwicklung als Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum verbindet. Gelegen im Herzen des Kannenbäckerlandes, einer Region, die weltweit für ihre Tonvorkommen und das Töpferhandwerk bekannt ist, bildet Wirges den Mittelpunkt einer lebendigen Verbandsgemeinde. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf das Jahr 958 (oder 959), als König Otto I. den Ort schenkte. Lange Zeit landwirtschaftlich geprägt, entwickelte sich Wirges besonders im 19. und 20. Jahrhundert durch die Glas- und Elektroindustrie zu einem bedeutenden Standort. 1975 zur Stadt erhoben, bewahrt Wirges trotz seiner wirtschaftlichen Dynamik eine familiäre Atmosphäre, die durch ausgedehnte Wälder in der direkten Umgebung ergänzt wird. [10, 11, 12, 13, 14]
Das kulturelle Leben wird majestätisch vom Westerwälder Dom überragt. Die neugotische Pfarrkirche St. Bonifatius, Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, prägt mit ihrer imposanten Architektur das gesamte Stadtbild und ist ein zentraler Ankerpunkt für die Gemeinde. Ein reges Vereinsleben in den Bereichen Sport und Musik sorgt für einen starken sozialen Zusammenhalt und belebt den Veranstaltungskalender der Stadt. Die Marienkapelle auf dem Hausberg Steimel ist zudem ein geschätzter Ort der Besinnung und bietet einen Panoramablick über die Region. Man pflegt in Wirges eine offene Westerwälder Mentalität, die Traditionen bewahrt, aber auch Raum für neue kulturelle Impulse lässt. [8, 15]
Die regionale Küche spiegelt die Bodenständigkeit des Westerwaldes wider. Klassische Gerichte wie der Westerwälder Döppekooche stehen neben modernen Einflüssen auf den Speisekarten der lokalen Gastronomie. Eine kulinarische Besonderheit stellt das lokale Currywurst-Festival dar, das regelmäßig Besucher anzieht und die Geselligkeit der Stadt unterstreicht. Die Verwendung regionaler Produkte von den umliegenden Höfen ist in der heimischen Gastronomie fest verankert und unterstreicht die Verbundenheit zur regionalen Landwirtschaft. [16]
Wirtschaftlich hat sich Wirges als leistungsstarker Standort für mittelständische Unternehmen, Handel und Dienstleistungen etabliert. Neben der traditionellen Glas- und Tonindustrie haben sich moderne Betriebe der Elektrotechnik und Logistik angesiedelt. Die hervorragende Anbindung an die Autobahn A3 und den ICE-Bahnhof Montabaur macht die Stadt besonders attraktiv für Unternehmen und Pendler. Als Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung übernimmt Wirges zudem wichtige Versorgungsfunktionen für die elf umliegenden Ortsgemeinden. Die Infrastruktur ist mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, Schulen und medizinischen Einrichtungen umfassend ausgebaut. [6, 17]
Die politische Kultur ist durch eine engagierte Gestaltung der Stadtentwicklung geprägt, die insbesondere den sozialen Zusammenhalt in der Kernstadt fördert. Themen wie die ökologische Wärmeplanung, die Gestaltung der Stadtmitte (Neue Mitte) und die Stärkung des Ehrenamtes stehen im Fokus der kommunalen Arbeit. Die Stadt setzt auf eine bürgernahe Politik, die die hohe Lebensqualität sichert und Wirges als familienfreundlichen Wohnstandort weiterentwickelt.
Gesellschaftlich bietet Wirges eine hohe Lebensqualität durch die Kombination aus städtischer Infrastruktur und naturnaher Erholung. Die zahlreichen Wanderwege rund um den Steimel und den Silbersee laden Bewohner und Gäste zur Entspannung im Grünen ein. Wer Wirges besucht, erlebt eine Stadt, die ihren handwerklichen Ursprung ehrt und gleichzeitig als modernes Zentrum im Westerwald überzeugt. Es ist ein Ort der Begegnung, der durch seine Beständigkeit und seine freundliche Atmosphäre besticht.
Ausflüge in die Umgebung
Westerwälder Dom (St. Bonifatius): Imposante neugotische Pfarrkirche und Wahrzeichen der Stadt - direkt im Zentrum. [8]
Steimel: Hausberg mit Kreuzweg, Marienkapelle von 1865 und Vogelschutzlehrpfad - am Stadtrand gelegen. [15]
Silbersee Wirges: Idyllischer See inmitten eines Waldgebiets zur Erholung und zum Wandern - am Westrand der Stadt. [11, 18, 19]
Köppelturm: Aussichtsturm auf der Montabaurer Höhe mit Panoramablick über den Westerwald - ca. 10 Minuten Fahrtzeit.
Dorfzentrum Grenzau: Historischer Ortsteil von Höhr-Grenzhausen mit Burgruine und Fachwerkhäusern - etwa 15 Minuten entfernt.
Tonbergbau-Museum Westerwald: Einblicke in die Geschichte des Tonabbaus in der Region - im benachbarten Siershahn.
Montabaur: Kreisstadt mit barockem Schloss, historischer Altstadt und Fashion Outlet - in ca. 10 Minuten erreichbar.
Heilbornkapelle bei Dernbach: Wallfahrtskapelle in landschaftlich reizvoller Lage - unmittelbar in der Nachbargemeinde.
Malberg: Ehemaliger Vulkan mit Kraterrand und seltenen Pflanzenarten - etwa 10 Minuten mit dem Auto.
Brexbachtal: Wildromantisches Tal für ausgedehnte Wanderungen entlang des Baches - beginnt in der näheren Umgebung. [20]
Wirges
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