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Marienheide - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Marienheide  
   

Kurzbiografie: Marienheide

Einwohner: ca. 13.356 in der Gemeinde, Oberbergischer Kreis rund 270.000 Einwohner
Lage: Nordrhein-Westfalen, Oberbergischer Kreis, Regierungsbezirk Köln; liegt im Bergischen Land auf etwa 360 m ü. NHN, eingebettet in eine waldreiche Hügellandschaft zwischen Wupper- und Aggerquellgebiet, etwa 50 km östlich von Köln
Anreise: Bahnhof Marienheide an der Volmetalbahn mit der Oberbergischen Bahn (RB25) stündlich nach Köln, Gummersbach und Lüdenscheid; Autobahnen A4 und A45 in der Nähe, Bundesstraße B256 durchquert das Gemeindegebiet; ÖPNV über OVAG-Buslinien 308, 320, 336 und 399; Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) gilt im gesamten Gebiet
Besonderheiten: Erste urkundliche Erwähnung 1417 als "Mergenheyd"; Wallfahrtsort mit Klosteranlage und Kirche St. Mariä Heimsuchung seit 1420; Schloss Gimborn als barockes Wasserschloss und heutiges Informations- und Bildungszentrum der Polizei; Brucher Talsperre und Lingesetalsperre als Naherholungsziele; Bergisches Drehorgelmuseum in Kempershöhe; Lambachpumpenmuseum mit funktionierender Wasserpumpe von 1911; Aussichtsturm Unnenberg mit Panoramablick; 52 Ortschaften verteilen sich auf 55 km² Gemeindegebiet; 85 Prozent der Fläche bestehen aus Wald, Grünland und Gewässern

Ortsbeschreibung: Marienheide – Wallfahrt, Wasser und waldreiche Idylle im Herzen des Bergischen Landes

Marienheide ist eine Gemeinde, die Ruhe und Geschichte verbindet. Eingebettet in die sanften Hügel des Oberbergischen Landes, verteilt sich der Ort auf 52 kleinere und größere Ortschaften, die von Wäldern, Wiesen und Gewässern umgeben sind. Die erste urkundliche Erwähnung als "Mergenheyd" stammt aus dem Jahr 1417, doch die eigentliche Geschichte des Ortes beginnt 1420 mit dem Klausner Heinrich, der ein wundertätiges Marienbild an den Ort brachte und damit den Grundstein für die Wallfahrtstradition legte. Diese spirituelle Wurzel prägt Marienheide bis heute, ohne dass der Ort dabei seine Offenheit für Moderne und Erholungssuchende verloren hätte.

Das kulturelle Leben Marienheides ist vielfältig und bodenständig. Die Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung in der Ortsmitte ist nicht nur spiritueller Mittelpunkt, sondern auch architektonisches Juwel mit barocken und neugotischen Elementen. Schloss Gimborn, ein barockes Wasserschloss aus dem 17. Jahrhundert, dient heute als Bildungsstätte der Polizei und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Das Bergische Drehorgelmuseum in Kempershöhe zeigt in einer ehemaligen Dorfkirche über 250 Musikautomaten aus drei Jahrhunderten – ein einzigartiges Klang- und KulturErlebnis. Das Lambachpumpenmuseum präsentiert eine geniale Erfindung des Marienheider Erfinders Gottlieb Lambach: eine Wasserpumpe, die völlig ohne Elektrizität auskommt.

Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal Marienheides ist die Verbindung von spiritueller Tradition, technischer Geschichte und natürlicher Erholung. Die Brucher Talsperre und die Lingesetalsperre laden zu Wanderungen, Bootsfahrten und Naturbeobachtungen ein. Der Heilteich im ehemaligen Kurpark erinnert an die Zeit, als Marienheide anerkannter Luftkurort war und Besucher aus dem Ruhrgebiet hier "Sommerfrische" suchten. Die waldreiche Umgebung mit über 200 Kilometern Wanderwegen und Radwegen macht die Gemeinde zu einem idealen Ziel für aktive Erholungssuchende.

Wirtschaftlich ist Marienheide ein ausgewogener Mix aus Handwerk, mittelständischen Unternehmen, Tourismus und öffentlicher Verwaltung. Die gute Anbindung an die A4 und A45 sowie die Bahnverbindung nach Köln fördern Pendlerströme, während die ruhige Lage und die hohe Lebensqualität Zuzügler anziehen. Der Tourismus profitiert von der Kombination aus Natur, Kultur und Spiritualität. Zunehmend siedeln sich auch technologieorientierte Kleinunternehmen an, die von der Nähe zu Forschungseinrichtungen und qualifizierten Fachkräften profitieren.

Die politische Kultur Marienheides ist geprägt von bürgernaher Mitgestaltung und einem starken Ehrenamt. Als Gemeinde im Oberbergischen Kreis wirkt Marienheide über lokale Initiativen, Vereine und den Gemeinderat aktiv an der Entwicklung mit. Themen wie Dorferneuerung, Nahmobilität, Naturschutz und die Stärkung der dörflichen Strukturen stehen regelmäßig auf der Agenda.

Gesellschaftlich ist Marienheide ein Ort des Miteinanders. Die bergische Mentalität – bodenständig, hilfsbereit, naturverbunden – prägt das Zusammenleben. Kirchliche Gemeinden, Vereine, Kulturinitiativen und Nachbarschaftsnetzwerke stiften Identität und Zusammenhalt. Nicht zuletzt die lange Tradition als Wallfahrtsort und Erholungsziel hat eine weltoffene, gastfreundliche Haltung in der Bevölkerung verankert.

Ausflüge in die Umgebung

Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung: Spiritueller Mittelpunkt mit Gnadenbild – im Ortskern.
Schloss Gimborn: Barockes Wasserschloss mit Park – ca. 3 km vom Zentrum.
Brucher Talsperre: Naherholungsgebiet mit Rundweg und Bootsverleih – ca. 2 km.
Lingesetalsperre: Stausee mit Wanderwegen und Naturerlebnis – ca. 4 km.
Bergisches Drehorgelmuseum: Musikautomaten aus drei Jahrhunderten – in Kempershöhe.
Lambachpumpenmuseum: Funktionierende Wasserpumpe von 1911 – in der Ortsmitte.
Aussichtsturm Unnenberg: Panoramablick über das Bergische Land – ca. 5 km.
Haus Dahl: Historisches Bauernhaus als Museum – im Ortsteil Dahl.
Bunte Kirche Müllenbach: Evangelische Kirche mit mittelalterlichen Deckenmalereien – ca. 3 km.
Quellgebiet der Wupper: Naturschutzgebiet am Ursprung des Flusses – bei Börlinghausen.
Gummersbach: Kreisstadt mit Einkaufsmöglichkeiten und Kultur – ca. 10 km.
Wipperfürth: Älteste Stadt des Oberbergischen mit Fachwerkaltstadt – ca. 8 km.
Bergischer Panoramasteig: Fernwanderweg durch das Bergische Land – durch das Gemeindegebiet.
Wasserquintett-Radroute: Themenroute entlang von fünf Talsperren – Start in Marienheide.

Marienheide

Hinweise: Marienheide ist eine Gemeinde im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen und liegt etwa 50 km östlich von Köln im Bergischen Land. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte 1417 als "Mergenheyd", die Wallfahrtstradition begann 1420. Die Wallfahrtskirche St. Mariä Heimsuchung und Schloss Gimborn sind die kulturellen Highlights. Marienheide ist gut mit der Bahn erreichbar: Der Bahnhof liegt an der Volmetalbahn mit der Oberbergischen Bahn (RB25), die stündlich nach Köln, Gummersbach und Lüdenscheid fährt. Für Autofahrer sind die Parkmöglichkeiten im Ortskern ausreichend; die Gemeinde ist über die A4, A45 und B256 gut angebunden. Der VRS-Tarif gilt im gesamten ÖPNV-Gebiet. Die Brucher Talsperre und die Lingesetalsperre laden ganzjährig zu Wanderungen und Naturerlebnissen ein; der Rundwanderweg um die Brucher Talsperre ist etwa 7 km lang und gut ausgebaut. Das Bergische Drehorgelmuseum und das Lambachpumpenmuseum bieten einzigartige kulturhistorische Einblicke – Öffnungszeiten vorher prüfen. Der Aussichtsturm Unnenberg bietet bei klarer Sicht einen Panoramablick bis zum Siebengebirge. Für einen Besuch sollten mindestens ein halber Tag eingeplant werden, ideal ist eine Kombination aus Kultur, Natur und Einkehr in einer der bergischen Gaststätten. Marienheide lohnt sich als Tagesziel für Erholungssuchende, Pilger, Kulturinteressierte und Naturliebhaber. Bitte respektieren Sie die Ruhe in den Wohngebieten und die klösterliche Stille im Wallfahrtsbereich.

 

 
   
   
 
   
   

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