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Laudert - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Laudert  
   

Kurzbiografie: Laudert

Einwohner: ca. 470 in der Ortsgemeinde
Lage: Rheinland-Pfalz, Rhein-Hunsrück-Kreis, im östlichen Hunsrück, eingebettet in die bewaldete Hügellandschaft des Hunsrücks in der Quellmulde des Simmerbaches auf etwa 465 Metern Höhe
Anreise: Über die A61 (Koblenz–Ludwigshafen) mit Anschlussstelle Laudert in 500 m Entfernung; die L217 (Rhein-Mosel-Straße Treis–Oberwesel) und L214 (Bingen am Rhein–Emmelshausen) kreuzen sich im Ort; Bahnanschluss über die Bahnhöfe Emmelshausen oder Boppard mit Regionalverkehr; lokale Buslinien erschließen die Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein
Besonderheiten: Erste urkundliche Erwähnung 1275 als „Ludinroit", historisch geteilt in Pfälzisch Laudert und Trierisch Laudert, offizielle Vereinigung 1934, Nachttopfmuseum mit über 500 Ausstellungsstücken, mittelalterliche Motte „Alte Burg" nahe alter Römerstraßen, katholische Kirche St. Remigius (2026: 100-jähriges Jubiläum), Simmerbachhalle als kultureller Treffpunkt, Teil der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein seit 2019

Ortsbeschreibung: Laudert – Hunsrücker Idylle, historische Grenzen und dörfliche Gemeinschaft im Rhein-Hunsrück-Kreis

Laudert ist eine Ortsgemeinde, die ihre Lage im östlichen Hunsrück nicht als Randlage, sondern als Stärke begreift. Gelegen in der Quellmulde des Simmerbaches, eingebettet in die bewaldete, sanft hügelige Landschaft des Hunsrücks, verbindet der Ort historische Substanz mit moderner Anbindung. Die erste urkundliche Erwähnung als Ludinroit stammt aus dem Jahr 1275. Diese historische Kontinuität prägt das Selbstverständnis bis heute: Laudert versteht sich nicht als verschlafenes Dorf, sondern als lebendiger Teil der Hunsrück-Kulturlandschaft, in der Tradition und Moderne sich sinnvoll verbinden.

Das kulturelle Leben Lauderts ist untrennbar mit seiner kirchlichen, hunsrücker und dörflichen Tradition verwoben. Die katholische Kirche St. Remigius, die 2026 ihr 100-jähriges Bestehen feiert, ist nicht nur spiritueller Mittelpunkt, sondern auch architektonisches Kleinod. Das kulturelle Angebot wird durch ein lebendiges Vereinsleben ergänzt: Feuerwehr, Sportvereine, kulturelle Gruppen und die Simmerbachhalle als Treffpunkt organisieren das Jahr über Feste, Veranstaltungen und Begegnungen, die den sozialen Zusammenhalt stärken. Besonders die Pfingstkirmes, das Feuerwehrfest, Sankt Martin und die Ferien am Ort ziehen Besucher aus der ganzen Region an.

Ein besonderes kulturelles Alleinstellungsmerkmal Lauderts ist das private Nachttopfmuseum. Das Museum zeigt nicht nur über 500 Nachttöpfe und Waschgeschirre, sondern auch eine bäuerliche Spinn- und Webstube mit historischen Gerätschaften. In der „Bärenbude" können Kinder lernen, wie man Teddybären selbst herstellt. Diese ungewöhnliche Sammlung dokumentiert auf einzigartige Weise die Alltagskultur vergangener Zeiten.

Die regionale Küche ist ein weiterer kultureller Anker. Typisch hunsrücker und rheinische Gerichte wie Eifeler Kesselfleisch, Reibekuchen mit Apfelmus, Hunsrücker Wurst, Kartoffelsuppe oder Döppekooche werden in den Gaststätten der Umgebung gepflegt. Zunehmend setzen lokale Wirte und Erzeuger auf regionale Produkte: Wild aus den Hunsrückwäldern, Gemüse aus der Region, Honig, Beeren, Kartoffeln und Fleisch von Höfen der Umgebung finden den Weg auf die Teller.

Wirtschaftlich ist Laudert heute vor allem Wohnstandort mit ländlichem Charakter und guter Anbindung. Zu den wichtigsten Erwerbsquellen zählen mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistung und Einzelhandel in der näheren Umgebung, Pendlerverbindungen nach Koblenz, Mainz, Emmelshausen und Simmern. Die traditionelle Prägung durch Landwirtschaft wirkt nach. Die verkehrsgünstige Lage an der A61 fördert Pendlerströme: Viele Erwerbstätige arbeiten in den nahen Zentren oder bei Unternehmen der Umgebung.

Die politische Kultur Lauderts ist geprägt von bürgernaher Mitgestaltung. Als Ortsgemeinde im Rhein-Hunsrück-Kreis wirkt Laudert über den Gemeinderat und den Ortsbürgermeister Winfried Erbes an lokalen Entscheidungen mit. Themen wie dörfliche Infrastruktur, Nahmobilität, Breitbandausbau im ländlichen Raum und die Stärkung des dörflichen Lebens stehen regelmäßig auf der Agenda.

Gesellschaftlich ist Laudert ein Ort des Miteinanders. Die hunsrücker Mentalität – bodenständig, herzlich, zuverlässig, mit einer Prise Gemütlichkeit und Naturverbundenheit – prägt das Zusammenleben. Kirchliche Gemeinden, Vereinsleben, Nachbarschaftshilfe und lokale Initiativen gestalten das Miteinander. Die Ruhe des Hunsrücks, die Kraft der Geschichte und die Wärme der Dorfgemeinschaft schaffen einen Raum, in dem Menschen zur Besinnung kommen.

Ausflüge in die Umgebung

Nachttopfmuseum: Einzigartige Sammlung mit über 500 Nachttöpfen und bäuerlichen Gerätschaften – direkt im Ort.

St. Remigius-Kirche: Katholische Kirche mit 100-jährigem Jubiläum 2026 – direkt im Ort.

Alte Burg: Mittelalterliche Motte nahe alter Römerstraßen – in der Nähe des Ortes.

Simmerbachhalle: Gemeindehaus für Sport und kulturelle Veranstaltungen – direkt im Ort.

Emmelshausen: Stadt im Hunsrück mit Nahversorgung und Kultur – etwa 10 Minuten mit dem Auto.

Oberwesel: Historische Stadt am Rhein mit Burgen und Weinbergen – etwa 15 Minuten mit dem Auto.

Simmern/Hunsrück: Kreisstadt mit Kultur, Nahversorgung und Geschichte – etwa 15 Minuten mit dem Auto.

Boppard: Rhein-Stadt mit UNESCO-Welterbe und Kultur – etwa 20 Minuten mit dem Auto.

Hunsrück: Mittelgebirge mit Wanderwegen, Wäldern und Naturerlebnis – direkt angrenzend.

Rhein-Mosel-Region: Kulturlandschaft mit Flüssen, Burgen und Weinbergen – in der Nähe.

Laudert

Hinweis: Laudert war historisch bis 1934 in zwei Teile geteilt – Pfälzisch Laudert und Trierisch Laudert – die durch den Simmerbach getrennt waren und zu verschiedenen Herrschaften gehörten. Diese einzigartige Geschichte prägt den Ort bis heute.

 

 
   
   
 
   
   

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