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Tourist-Information - Lüxheim  
   

Kurzbiografie: Lüxheim (Vettweiß)

Einwohner: ca. 440 (Stand 31. Dez. 2022), kleinster Ortsteil der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren [[1]]
Lage: Nordrhein-Westfalen, Kreis Düren, Gemeinde Vettweiß; liegt in der fruchtbaren Zülpicher Börde am Neffelbach auf etwa 123 m ü. NHN, grenzt direkt an Nörvenich-Eggersheim [[1]]
Anreise: B 477 (ehemaliger römischer Heerweg Neuss–Zülpich) führt als S-Kurve durch den Ort; ÖPNV über Rurtalbus-Linien 208, SB15 und Rufbus 208; nächstgelegene Bahnhöfe in Düren oder Zülpich mit Regionalverkehr [[1]]
Besonderheiten: Erste Erwähnung 867 als „Ludesheym" in einem Güterverzeichnis der Abtei Prüm; fränkische Gründung (Endung „-heim"); St.-Nikolaus-Kapelle aus Tuffstein (2. Hälfte 13. Jh.) als eines der ältesten Bauwerke im Kreis Düren; jüdischer Friedhof mit 35 wieder aufgestellten Grabsteinen; Rengershausener Mühle (erstmals 1502 erwähnt); historischer Weinbau bis 1755 nachweisbar; fünf aktive Vereine prägen das dörfliche Leben [[1]][[10]]

Ortsbeschreibung: Lüxheim – Kleiner Ort mit großer Geschichte zwischen Börde und Neffelbach

Lüxheim ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Vettweiß, doch seine Geschichte reicht weit zurück. Bereits 867 wurde der Ort als „Ludesheym" in einem Güterverzeichnis der Abtei Prüm urkundlich erwähnt, die Endung „-heim" verweist auf eine fränkische Gründung [[1]]. Die Lage in der fruchtbaren Zülpicher Börde am Neffelbach bot seit jeher gute Voraussetzungen für Landwirtschaft und Siedlung. Archäologische Funde belegen sogar stein- und römerzeitliche Spuren, die die lange Besiedlungsgeschichte des Raumes unterstreichen [[10]].

Das kulturelle Leben Lüxheims wird von fünf Vereinen getragen: dem Lüxheimer Jugendclub, der St. Nikolaus-Schützenbruderschaft, dem Sportverein, der Karnevalsgesellschaft „Lüxheimer Spätlese" und dem Bürgerverein Lüxheim [[1]]. Diese Strukturen stiften Gemeinschaft und halten Traditionen lebendig – von Schützenfesten über Karneval bis hin zu Dorffesten in der Bürgerhalle, die in Eigenleistung unter Einbeziehung der ehemaligen Schule errichtet wurde.

Ein besonderes kulturelles Alleinstellungsmerkmal ist die St.-Nikolaus-Kapelle, ein Tuffsteinbau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts und eines der ältesten Bauwerke im Kreis Düren [[1]]. Als Filialkirche der Pfarrkirche Gladbach ist sie bis heute spiritueller Mittelpunkt. Zwischen Lüxheim und Eggersheim erinnert ein jüdischer Friedhof mit 35 wieder aufgestellten Grabsteinen an die bis 1938 bestehende jüdische Gemeinde und deren Synagoge – ein Ort des Gedenkens und der Mahnung [[1]][[10]].

Die regionale Prägung Lüxheims ist landwirtschaftlich: Die Zülpicher Börde mit ihren fruchtbaren Lössböden eignet sich hervorragend für Ackerbau. Historisch war sogar Weinbau nachweisbar – noch 1755 wurde in Lüxheim Wein angebaut [[1]]. Heute prägen Weite, Felder und der grüne Streifen der Neffelbachaue das Landschaftsbild, das Radfahrer und Wanderer schätzen.

Wirtschaftlich ist Lüxheim vor allem Wohnstandort mit ländlichem Charakter. Viele Pendler nutzen die gute Anbindung über die B 477 Richtung Düren, Zülpich oder Köln. Die Rengershausener Mühle an der Gemarkungsgrenze zu Eggersheim, erstmals 1502 als Getreidemühle erwähnt, dient heute der Damwildzucht und ist ein Beispiel für die Weiterentwicklung historischer Strukturen [[1]].

Die politische Kultur Lüxheims ist eingebettet in die Gemeinde Vettweiß. Als kleinster Ortsteil wirkt Lüxheim über die lokale Vertretung und den Gemeinderat an Entscheidungen mit. Themen wie Dorferneuerung, Nahmobilität und der Erhalt des dörflichen Charakters stehen regelmäßig auf der Agenda.

Gesellschaftlich ist Lüxheim ein Ort des Miteinanders. Die rheinisch-bördische Mentalität – bodenständig, offen, gemeinschaftsorientiert – prägt das Zusammenleben. Kirchliche Gemeinden, Vereinsleben und Nachbarschaftshilfe gestalten den Alltag.

Ausflüge in die Umgebung

St.-Nikolaus-Kapelle: Tuffsteinbau aus dem 13. Jahrhundert – direkt im Ort.
Jüdischer Friedhof: Gedenkort mit 35 Grabsteinen zwischen Lüxheim und Eggersheim – ca. 1 km.
Neffelbachaue: Landschaftsschutzgebiet mit Wiesen, Rad- und Wanderwegen – direkt angrenzend.
Gladbach (Vettweiß): Nachbarort mit Pfarrkirche und Nahversorgung – ca. 2 km.
Müddersheim: Zentraler Ortsteil mit Infrastruktur – ca. 3 km.
Zülpich: Römerstadt mit Museum, See und Kultur – ca. 10 Minuten mit dem Auto.
Düren: Kreisstadt mit Bahnhof, Einkaufsmöglichkeiten und Kultur – ca. 15 Minuten mit dem Auto.
Nörvenich: Nachbargemeinde mit Burg und Flugplatz – ca. 5 Minuten mit dem Auto.
Neffelbach-Radweg: Flussbegleitender Radweg durch die Börde – direkt zugänglich.
Bördelandschaft: Weite Felder, Hofläden und ländliche Idylle – rundum.

Lüxheim (Vettweiß)

Hinweise: Lüxheim ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen, und keine eigenständige Gemeinde. Der Ort wurde erstmals 867 als „Ludesheym" urkundlich erwähnt, die Endung „-heim" weist auf eine fränkische Gründung hin. Die St.-Nikolaus-Kapelle aus Tuffstein (2. Hälfte 13. Jahrhundert) zählt zu den ältesten Bauwerken im Kreis Düren und ist einen Besuch wert. Der jüdische Friedhof zwischen Lüxheim und Eggersheim mit 35 wieder aufgestellten Grabsteinen erinnert an die bis 1938 bestehende jüdische Gemeinde. Die B 477 führt als ehemalige römische Straße durch den Ort, Radfahrer und Wanderer nutzen gerne die ruhigen Wege entlang des Neffelbachs. Öffentlicher Nahverkehr wird über die Rurtalbus-Linien 208, SB15 und den Rufbus 208 abgedeckt. Für einen Besuch empfiehlt sich eine Kombination mit den Nachbarorten Gladbach oder Müddersheim sowie mit Zülpich als römischem Kulturziel. Parkmöglichkeiten sind im Ortskern begrenzt, aber ausreichend vorhanden. Die Bürgerhalle wird vom Bürgerverein verwaltet und ist Anlaufpunkt für Veranstaltungen. Lüxheim bietet sich als ruhiger Ausgangspunkt für Erkundungen der Zülpicher Börde und des Neffelbachtals an.

 

 
   
   
 
   
   

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