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Jakobwüllesheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen mit etwa 800 Einwohnern. Der Ort liegt im Norden des Gemeindegebiets in der Zülpicher Börde, eingebettet in die flache bis sanft hügelige Landschaft auf etwa 150 Metern Höhe. Der Name Jakobwüllesheim leitet sich vom althochdeutschen „Jakob" (Kirchenpatron) und „Wüllesheim" (Heim des Wullo) ab und bedeutet sinngemäß „Siedlung des Wullo mit Jakobus-Patrozinium".
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 931, als Erzbischof Wichfrid aus Köln dem Ursula-Stift Güter in Wulesheim schenkte. 1174 ist bereits von einer Kapelle in Villa St. Jacobi die Rede. Der Zusatz „Jakob" wurde dem Ortsnamen hinzugefügt, um ihn vom benachbarten Frauwüllesheim zu unterscheiden. 1969 wurde Jakobwüllesheim im Rahmen der kommunalen Neuordnung in die Gemeinde Vettweiß eingegliedert. Die katholische Pfarrkirche St. Jakobus, erbaut 1893/1894 im neoromanischen Stil durch Heinrich Krings, ist mit ihren zwei markanten Türmen das Wahrzeichen des Ortes. Die Kirche ist auch als Modellbausatz für Modelleisenbahnen bekannt.
Das kulturelle Leben Jakobwüllesheims wird von einem aktiven Vereinsleben geprägt. Die St. Jakobus Schützenbruderschaft, die Karnevalsgesellschaft „Löstige Jonge", der Musikverein „Concordia", die Freiwillige Feuerwehr und lokale Initiativen gestalten das gesellschaftliche Miteinander durch Feste, Veranstaltungen und Brauchtumspflege. Die Einwohner werden traditionell „Ochsen" genannt, was auf den früheren Transport von Zuckerrüben mit Ochsenkarren zurückgeht. Typisch für die Region ist die rheinische Mentalität: lebensfroh, offen, herzlich und karnevalistisch.
Wirtschaftlich ist Jakobwüllesheim heute vor allem Wohnstandort in der Zülpicher Börde. Zu den wichtigsten Erwerbsquellen zählen die Landwirtschaft mit Zuckerrüben- und Getreideanbau, mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistung und Einzelhandel in der näheren Umgebung. Die traditionelle Prägung durch Landwirtschaft wirkt nach. Die verkehrsgünstige Lage an der L327 und der Haltepunkt an der Bördebahn (RB 28) fördern Pendlerströme: Viele Erwerbstätige arbeiten in den nahen Zentren Düren, Euskirchen oder bei Unternehmen der Umgebung. Der Tourismus spielt eine untergeordnete Rolle: Kulturinteressierte, Wanderer in der Börde, Radfahrer und Geschichtsfreunde schätzen die Ruhe und Authentizität des Ortes.
Für Besucher bietet Jakobwüllesheim ländliche Idylle, rheinische Tradition und Geschichte. Die neoromanische Pfarrkirche St. Jakobus, Wanderwege in der Zülpicher Börde, der Bördebahn-Radweg und Ausflugsziele wie das nahe Düren machen den Ort zu einem authentischen Ziel für Erholungssuchende. Die rheinische Küche mit regionalen Spezialitäten rundet das Erlebnis ab.
Ausflüge in die Umgebung: Pfarrkirche St. Jakobus mit neoromanischer Architektur und zwei Türmen direkt im Ort, Dreifaltigkeitskapelle am Ortsrand, historischer Ortskern mit rheinischen Gehöften, Zülpicher Börde als fruchtbare Agrarlandschaft mit Radwegen direkt angrenzend, Bördebahn als historische Bahnstrecke mit Haltepunkt im Ort, Vettweiß-Zentrum mit Nahversorgung und kulturellem Angebot etwa fünf Minuten mit dem Auto, Düren als Kreisstadt mit Leopold-Hoesch-Museum etwa 15 Minuten mit dem Auto, Euskirchen als Kreisstadt mit Historischem Rathaus etwa 20 Minuten mit Bahn oder Auto, Zülpich als Römerstadt mit Museum und Kultur etwa 15 Minuten mit dem Auto, Nörvenich mit Burg und kulturellem Angebot etwa zehn Minuten mit dem Auto, der Kreis Düren mit Radwegen und Kultur direkt vor der Haustür.
Hinweis: Jakobwüllesheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Vettweiß im Kreis Düren in Nordrhein-Westfalen. Zur Unterscheidung von anderen Orten wird der Zusatz „(Vettweiß)" verwendet. Die Postleitzahl 52391 und die Vorwahl 02424 gelten für Jakobwüllesheim. Der Ort ist bekannt für die neoromanische Pfarrkirche St. Jakobus mit zwei Türmen, den Spitznamen „Ochsen" für die Einwohner und die Lage in der Zülpicher Börde. Jakobwüllesheim wurde am 1. Juli 1969 in die Gemeinde Vettweiß eingegliedert und liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich von Düren. |
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