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Hangelar - Bericht  
   
 
   
   
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Tourist-Information - Hangelar  
   

Kurzbiografie: Hangelar (Sankt Augustin)

Einwohner: ca. 9.200 im Stadtbezirk Hangelar (Stand 2007)

Lage: Nordrhein-Westfalen, Rhein-Sieg-Kreis, Stadtbezirk der Stadt Sankt Augustin zwischen dem Zentrum Sankt Augustins und dem Bonner Stadtbezirk Beuel, eingebettet in die flache bis sanft hügelige Landschaft der Kölner Bucht auf etwa 66 bis 150 Metern Höhe [[5]]

Anreise: Über die B56 (Kölnstraße), die als Hauptstraße durch den Ort führt; Autobahnanbindung über A560 (Abfahrt Sankt Augustin) oder A59 (Abfahrt Bonn-Beuel) mit etwa 10 Minuten Zufahrt; Bahnanschluss über die Stadtbahn-Haltestellen Hangelar West, Hangelar Mitte und Hangelar Ost an der Siegburger Bahn mit Regionalverkehr Richtung Bonn und Siegburg; Buslinien der RVK erschließen Hangelar direkt mit Sankt Augustin, Bonn, Siegburg und der Umgebung; nächster Fernbahnhof in Bonn oder Siegburg; Bonn Hauptbahnhof etwa 20 Minuten, Köln Hauptbahnhof etwa 30 Minuten, Siegburg/Bonn (ICE) etwa 15 Minuten entfernt

Besonderheiten: Historischer Ort mit erster urkundlicher Erwähnung 1314, Flugplatz Bonn/Hangelar als einer der ältesten Flugplätze Deutschlands (erste Flugversuche 1909) und heutiger Hauptstandort der Bundespolizei mit GSG 9, Naturschutzgebiet Hangelarer Heide als wichtiges Biotop für seltene Pflanzen- und Tierarten, katholische Pfarrkirche St. Anna als spiritueller Mittelpunkt, evangelische Christuskirche von 1983/84, traditionelle Landwirtschaft und frühe Industrieansiedlung, Eingemeindung nach Sankt Augustin 1969, ländlich-städtischer Charakter mit typischen rheinischen Gehöften und modernen Wohngebieten, lebendiges Vereinsleben mit Turnverein Hangelar (größter Sportverein mit 1.350 Mitgliedern), jährliches Hangelarer Spektakel (Straßenfest seit 1992), Nähe zu Bonn als ehemaligem Regierungssitz [[5]][[14]][[21]]

Ortsbeschreibung: Hangelar - Flugplatz, Heide und rheinische Gemeinschaft bei Sankt Augustin

Hangelar ist ein Stadtbezirk, der seine reiche Geschichte nicht nur bewahrt, sondern im Alltag lebendig werden lässt. Gelegen zwischen Sankt Augustin und Bonn-Beuel, eingebettet in die flache bis sanft hügelige Landschaft der Kölner Bucht, verbindet der Ort jahrhundertealte Dorftradition mit einer modernen, verkehrsorientierten Stadtteil-Entwicklung. Die Wurzeln Hangelars reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück: 1314 erstmals urkundlich in einer Schwarzrheindorfer Urkunde erwähnt, entwickelte sich der Ort über Jahrhunderte als kleine landwirtschaftliche Siedlung im bergischen Amt Blankenberg [[5]]. Der Name leitet sich vermutlich vom althochdeutschen "hang" (Hang, Abhang) und "lar" (Rodung, Siedlung) ab. 1969 wurde Hangelar im Rahmen der kommunalen Neuordnung in die Stadt Sankt Augustin eingegliedert. Diese historische Kontinuität prägt das Selbstverständnis bis heute: Hangelar versteht sich nicht als anonymes Wohngebiet, sondern als lebendiger Teil der Sankt Augustiner Kulturlandschaft, in der Dorfgeschichte, Luftfahrt-Tradition und Gemeinschaft sich sinnvoll verbinden.

Das kulturelle Leben Hangelars ist eng mit seiner Kirchen-, Flugplatz- und Vereinstradition verwoben. Die katholische Pfarrkirche St. Anna, 1974 neu geweiht mit Integration kunsthistorischer Kostbarkeiten der Vorgängerkirche, ist spiritueller Mittelpunkt der Gemeinde [[4]]. Die evangelische Christuskirche von 1983/84 mit farbigen Glasfenstern und freistehendem Glockenturm ergänzt das kirchliche Angebot. Der Flugplatz Bonn/Hangelar, einer der ältesten Flugplätze der Welt, ist nicht nur historisches Denkmal, sondern auch aktiver Standort der Bundespolizei mit der Anti-Terror-Sondereinheit GSG 9 und größter Segelflugplatz der Region [[5]]. Die Hangelarer Heide, ein Naturschutzgebiet nördlich des Flugplatzes, ist wichtiges Biotop für seltene Pflanzen- und Tierarten und gehört zu den größten offenen Freiflächen im Bereich Köln/Bonn [[21]]. Der historische Ortskern mit seinen traditionellen rheinischen Gehöften entlang der Kölnstraße bewahrt den dörflichen Charakter. Das kulturelle Angebot wird durch ein lebendiges Vereinsleben ergänzt: Der Turnverein Hangelar 1962 e.V. mit 1.350 Mitgliedern, kirchliche Gruppen, der Werbekreis Hangelar und lokale Initiativen organisieren das Jahr über Feste, Veranstaltungen und Begegnungen, die den sozialen Zusammenhalt stärken. Besonders das Hangelarer Spektakel (jährliches Straßenfest am ersten September-Wochenende seit 1992), traditionelle Dorffeste, Vereinsjubiläen und kulturelle Veranstaltungen ziehen Besucher aus der ganzen Region an und verbinden Generationen.

Die regionale Küche ist ein weiterer kultureller Anker. Typisch rheinische und Sankt Augustiner Gerichte wie Rheinischer Sauerbraten, Himmel un Ääd, Reibekuchen mit Rübenkraut, Börde-Spezialitäten oder regionale Fischgerichte werden in den Gaststätten der Umgebung gepflegt. Die ländliche Prägung der Region spiegelt sich in der Küche wider: Frische Milchprodukte, Fleisch von regionalen Höfen, Kartoffeln, Gemüse und Obst aus dem Umland finden den Weg auf die Teller. Zunehmend setzen lokale Wirte und Erzeuger auf regionale Produkte und Direktvermarktung. Diese kulinarische Identität wird auch bei Festen und Vereinsveranstaltungen gefeiert und trägt zum Gemeinschaftsgefühl bei. Die rheinische Kaffeetafel mit hausgemachtem Kuchen und regionalem Gebäck ist dabei ein besonderes kulturelles Ritual, das Geselligkeit und Genuss verbindet.

Wirtschaftlich ist Hangelar heute durch seine Funktion als Wohnstandort und Bundespolizei-Standort im Rhein-Sieg-Kreis geprägt. Zu den wichtigsten Arbeitgebern zählen die Bundespolizei mit ca. 2.200–2.500 Bediensteten auf 70 ha Fläche, mittelständische Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Dienstleistung und Einzelhandel in der näheren Umgebung [[5]]. Die traditionelle Prägung des Ortes – geprägt durch Landwirtschaft, frühe Industrie (Ziegel- und Tonwarenfabrik, Gießerei Winkler & Dünnebier) und Kleingewerbe – wirkt bis heute nach. Die verkehrsgünstige Lage an der B56 und im VRS-Gebiet fördert Pendlerströme: Viele Erwerbstätige arbeiten in den regionalen Zentren Bonn, Sankt Augustin oder bei Unternehmen und Bundesbehörden der Umgebung. Der Tourismus spielt eine untergeordnete Rolle: Kulturinteressierte, Luftfahrt-Enthusiasten, Wanderer in der Hangelarer Heide, Radfahrer, Naturliebhaber und Geschichtsfreunde schätzen die Ruhe und Authentizität des Ortes. Die Infrastruktur des täglichen Bedarfs ist gut ausgebaut; spezialisierte Angebote finden sich im nahen Sankt Augustin oder Bonn.

Die politische Kultur Hangelars ist geprägt von bürgernaher Mitgestaltung innerhalb der Stadt Sankt Augustin. Als Stadtbezirk wirkt der Ort über den Ortsvorsteher (seit 2016 Wilfried Schwab) und lokale Initiativen an kommunalen Entscheidungen mit [[5]]. Themen wie dörfliche Entwicklung, bezahlbarer Wohnraum, Nahmobilität, Denkmalschutz der historischen Bausubstanz, Naturschutz in der Hangelarer Heide und die Stärkung des Stadtteillebens stehen regelmäßig auf der Agenda. Der demografische Wandel wird aktiv gestaltet: Durch attraktiven Wohnraum im Grünen, die Nähe zu Schulen und Kitas in Sankt Augustin sowie ein starkes Vereinsnetzwerk gelingt es, Familien im Stadtbezirk zu halten.

Gesellschaftlich ist Hangelar ein Ort des Miteinanders. Die rheinische Mentalität – lebensfroh, offen, herzlich – prägt das Zusammenleben. Kirchliche Gemeinden, Vereine und Nachbarschaftshilfe gestalten das Miteinander. Die Ruhe der Kölner Bucht, die Kraft der historischen Kulturlandschaft und die Wärme der Gastfreundschaft schaffen einen Raum, in dem Menschen zur Besinnung kommen. Für Besucher bietet Hangelar einen authentischen Einblick in die Kultur eines historischen Sankt Augustin-Stadtbezirks in Nordrhein-Westfalen. Es ist ein Ort, an dem man Geschichte an der Pfarrkirche St. Anna erleben, am Flugplatz Bonn/Hangelar die Luftfahrt-Geschichte entdecken, in der Hangelarer Heide wandern, auf dem Segelflugplatz zuschauen und mit Einheimischen ins Gespräch kommen kann. Die Kultur ist hier keine Inszenierung, sondern gelebte Praxis. Wer Deutschland jenseits der Großstädte verstehen will, findet in Hangelar ein Beispiel dafür, wie dörfliche Tradition, Luftfahrt-Geschichte und regionale Gemeinschaft sich verbinden lassen.

Ausflüge in die Umgebung

Pfarrkirche St. Anna: Katholische Kirche mit kunsthistorischen Kostbarkeiten – direkt im Ort [[4]].

Evangelische Christuskirche: Moderne Kirche mit Glasfenstern – direkt im Ort.

Flugplatz Bonn/Hangelar: Einer der ältesten Flugplätze Deutschlands, Bundespolizei-Standort – direkt im Ort [[5]].

Hangelarer Heide: Naturschutzgebiet mit Wanderwegen und Naturerlebnis – direkt angrenzend [[21]].

Kölnstraße: Historische Hauptstraße mit Geschäften und Gastronomie – direkt im Ort.

Sankt Augustin-Zentrum: Stadt mit Nahversorgung, Museen und kulturellem Angebot – nur wenige Minuten mit dem Auto entfernt.

Bonn: Bundesstadt mit Beethoven-Haus, Museumsmeile, Rheinpromenade und kulturellem Angebot – etwa 20 Minuten mit Bahn oder Auto erreichbar.

Siegburg: Historische Stadt mit Abtei und kulturellem Angebot – etwa 15 Minuten mit Bahn oder Auto erreichbar.

Rhein-Sieg-Kreis: Sanfte Hügellandschaft mit Radwegen, Kultur und Erholung – direkt vor der Haustür.

Hangelar (Sankt Augustin, Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen)

Hinweis: Hangelar ist seit dem 1. August 1969 Stadtbezirk der Stadt Sankt Augustin im Rhein-Sieg-Kreis [[5]]. Zur Unterscheidung von anderen Orten wird der Zusatz „(Sankt Augustin)" verwendet. Die Postleitzahl 53757 gilt für Hangelar. Hangelar ist einer von acht Stadtbezirken der Stadt Sankt Augustin. Der Flugplatz Bonn/Hangelar zählt zu den ältesten Flugplätzen der Welt und ist heute Hauptstandort der Bundespolizei mit GSG 9 .

 

 
   
   
 
   
   

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